Das französische Startup Seyna bekommt einen neuen CEO. Stephen Leguillon tritt als Geschäftsführer in das Unternehmen ein, während Philippe Mangematin aus persönlichen Gründen von seinen täglichen Aktivitäten zurücktritt – er wird Ehrenvorsitzender.

Wenn Sie mit dem Unternehmen nicht vertraut sind, ist Seyna ein Insurtech-Startup, das eine Versicherungslizenz für Sach- und Unfallversicherungen erhalten hat. Dies ist ein bedeutender Schritt, da die französische Regulierungsbehörde (ACPR) seit 1983 keine neue Lizenz in dieser Kategorie mehr erteilt hat.

Interessant ist auch die Markteinführungsstrategie des Unternehmens, da es Versicherungsprodukte nicht direkt an Verbraucher verkauft. Stattdessen baut das Unternehmen Insurance-as-a-Service-Produkte aus. Es arbeitet mit anderen Unternehmen zusammen, die Seynas Versicherungsprodukte unter ihren eigenen Marken anbieten.

Hinter den Kulissen bietet Seyna eine API zum Generieren von Versicherungsverträgen bei Bedarf – eine API ist eine Programmierschnittstelle, über die zwei Dienste miteinander interagieren können. Sie können auch eine direkte Verbindung zur Seyna-Benutzeroberfläche herstellen, um Verträge zu verwalten.

Seyna hat ein eigenes Kernversicherungssystem geschaffen, das ein wichtiger Differenzierungsfaktor im Vergleich zu älteren Spielern ist. Das Startup kann viele verschiedene Varianten generieren, die rund 20 verschiedene Versicherungsprodukte abdecken – Haustierversicherung, Ticketstornierung, Mietgarantie usw. Zu den Kunden zählen Garantme und Decathlon.

Der neue CEO des Unternehmens, Stephen Leguillon, war zuvor Mitbegründer von La Belle Assiette, einem Unternehmen, mit dem Sie einen Koch für ein Abendessen zu Hause einstellen können und über das ich bei TechCrunch berichtet habe. Er fügte ein zweites Produkt namens GoCater hinzu, einen Catering-Service für Unternehmen – GoCater wurde aus einem Brief von La Belle Assiette ausgegliedert und von ezCater übernommen.

Seyna hat von Global Founders Capital, der Allianz France, der Financière Saint James und mehreren Business Angels eine Startrunde in Höhe von 14 Millionen Euro (derzeit 17 Millionen US-Dollar) gesammelt. Versicherungsunternehmen benötigen eine Menge Kapital, um operieren zu können. Deshalb scheint die Startrunde für den französischen Markt ziemlich groß zu sein.