Im Oktober gab es Gerüchte, dass PayPal bereit sei, BitGo, eines der ältesten Kryptowährungsunternehmen des Landes, zu übernehmen. Dieser Deal wird laut mehreren Quellen nicht stattfinden, und BitGo schlägt jetzt einen neuen Weg vor.

In einem kürzlichen Interview mit Fortune stellte Mike Belshe, CEO von BitGo, fest, dass sein Unternehmen jetzt Kryptowährungs-Assets im Wert von über 16 Milliarden US-Dollar für seine Kunden hält und jede Woche mehrere bedeutende Kunden akquiriert.

Während BitGo seit 2013 besteht, hat es ein geringeres Profil als Firmen wie Coinbase und Kraken, die Börsen für jedermann anbieten, um Bitcoin und andere Kryptowährungen zu kaufen und zu verkaufen. Das Kernangebot von BitGo ist stattdessen ein Verwahrdienst, der Krypto im Auftrag von Institutionen und anderen vermögenden Kunden sicher speichert.

Im vergangenen Jahr hat BitGo aggressiv versucht, sich als Full-Service-Krypto-Shop neu zu definieren, der andere Steuer- und Kreditdienstleistungen anbietet und Kunden die Möglichkeit bietet, große Geschäfte diskret zu arrangieren.

Belshe stellt fest, dass BitGo zu vielen Unternehmen gehört, die vom aktuellen Bitcoin-Bullenmarkt profitiert haben. Die Kryptoindustrie stehe jedoch vor Herausforderungen beim Aufbau der Infrastruktur – einschließlich der Sicherheit -, da große Unternehmen wie PayPal und Square in das Feld vordringen.

Belshe fügt hinzu, dass die größten Krypto-Depotbanken, zu denen auch Fidelity und Coinbase gehören, eine Schlüsselrolle bei der Sicherstellung spielen werden, dass Krypto weiterhin im Mainstream-Finanzwesen Fuß fasst.

Die PayPal-Gerüchte würden von Belshe nicht bestätigt, aber er sagte, BitGo habe über die Jahre “mit allen gesprochen” und das in Privatbesitz befindliche Unternehmen werde keinen “kleinen Ausstieg” akzeptieren.

PayPal lehnte es ab, sich zu Akquisitionsgesprächen zu äußern. Eine Person in der Nähe des Zahlungsgiganten bestätigte jedoch, dass die BitGo-Gespräche gescheitert waren, und fügte hinzu, dass PayPal andere potenzielle Akquisitionen prüfe.

Laut Belshe ist BitGo derzeit nicht profitabel, da es sich im „Wachstumsmodus“ befindet, aber dass es eine „sehr gesunde Bilanz“ hat und keine Pläne hat, in naher Zukunft Kapital zu beschaffen.

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